durch Bakterien der Gattung Salmonella ausgelöste Erkrankungen. Im engeren Sinne wird die Bezeichnung nur für die von Salmonellen der Enteritisgruppe ausgelösten Lebensmittelvergiftungen angewendet und schließt somit die durch andere Salmonellenarten verursachten Krankheiten Typhus und Paratyphus aus. Nach dem Infektionsschutzgesetz besteht Meldepflicht für den Erregernachweis.
Ursache: Die Erreger kommen v. a. in Fleisch, Milch, Eiern und deren Produkten vor. Die Nahrungsmittel machen nicht notwendigerweise einen verdorbenen Eindruck. Förderlich für die Ansteckung ist z. B. die Zubereitung von Kaltspeisen mit rohen Eiern oder das zu kurze Erhitzen in der Mikrowelle.
Befund: Ein bis zwei Tage nach Verzehr setzt plötzlich ein akuter, wässriger, evtl. blutiger Durchfall mit Erbrechen ein, der oft mit hohem Fieber einhergeht. Nach wenigen Tagen klingen normalerweise die Beschwerden ab, bei abwehrgeschwächten oder älteren Menschen aber können die Bakterien durch die Darmwand ins Blut vordringen und eine lebensbedrohliche Allgemeinerkrankung (Blutvergiftung) auslösen. Der Wasserverlust kann Herz- und Kreislaufstörungen verursachen.
Behandlung: Die Krankheit heilt normalerweise auch unbehandelt rasch aus, bei schwerem Verlauf jedoch können eine Krankenhausaufnahme und die Einnahme von Antibiotika notwendig sein. Wichtig ist, wie bei anderen Durchfallerkrankungen auch, viel zu trinken um den Mineralverlust auszugleichen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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