angeborener Verschluss der Speiseröhre, meist mit einer abnormen Verbindung zur Luftröhre (Ösophagotrachealfistel).
Befund: Der Verdacht auf das Bestehen einer Ösophagusatresie ergibt sich oft bereits während der Schwangerschaft. Da das betroffene Kind weniger Fruchtwasser verschluckt als gesunde Kinder, findet sich bei der Ultraschalluntersuchung eine auffallend große Fruchtwassermenge (Hydramnion). Nach der Geburt stehen Erstickungsanfälle im Vordergrund. Manche Kinder fallen auf, weil ständig Speichel oder Schleim aus dem Mund fließt. Dies gilt auch für die selteneren Formen ohne Verbindung zur Luftröhre. Bei Verdacht auf eine Ösophagusatresie wird noch im Kreißsaal versucht, eine Sonde über die Speiseröhre in den Magen vorzuschieben. Gelingt dies nicht, müssen Röntgenuntersuchungen der Speiseröhre durchgeführt werden.
Behandlung: Die Ösophagusatresie wird innerhalb der ersten Lebensstunden operiert. Hierbei wird die Durchgängigkeit der Speiseröhre hergestellt und die Verbindung zur Luftröhre durchtrennt. Oft muss die Speiseröhre nach der Operation noch für einige Zeit (Tage bis Wochen) regelmäßig gedehnt werden, bis eine normale Nahrungsaufnahme möglich ist. Währenddessen erfolgt die künstliche Ernährung über eine Ernährungsfistel. Bei rechtzeitiger Operation sind die Heilungsaussichten gut.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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