Durchbruch der Magenwand, der meist zum Übertritt von Mageninhalt in die Bauchhöhle (freie Perforation) und damit zur lebensbedrohlichen Bauchhöhlenentzündung führt. Bei bestehenden Verwachsungen kommt es eher zu einer gedeckten Perforation mit Ausbildung von Verbindungen (Fisteln) zu Nachbarorganen.
Ursache: Die Magenperforation entsteht meist als Komplikation eines Magengeschwürs (Ulkuskrankheit), seltener auch bei Magenkrebs, Magenverätzung oder Verletzung durch eine Magenspiegelung.
Befund: Bei der freien Perforation treten plötzlich stärkste Schmerzen im Oberbauch auf. Erbrechen, Kreislaufschock und Anzeichen der sich entwickelnden Bauchfellentzündung folgen. Bei der gedeckten Perforation sind die Beschwerden weniger ausgeprägt. Die Diagnose wird durch eine Röntgenaufnahme des Bauchraumes (Abdomenleeraufnahme) gesichert.
Behandlung: Die Perforationsöffnung wird operativ geschlossen und der Bauchraum gespült. Die Heilungsaussichten bei gedeckter Perforation sind gut. Nach einer freien Perforation hängen sie von der Schwere der Bauchfellentzündung ab.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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